Montag, 16. Februar 2009

Meine kleine DJ-Konsole

Heute geht's rein DJ-technisch a bisserl in's Eingemachte, denn es ist schließlich ein DJ-Blog für München.

Ich will Euch heute - nicht ganz ohne den väterlichen Stolz - einmal im Detail zeigen womit, ich auf meinen Partys und Hochzeiten in München so arbeite -> meine hoch-heilige und komplett verkabelte DJ-Konsole:

Leuchtet die nicht hübsch im Halbdunkeln? *schmacht*

In diesem extra angefertigten und äußerst stabilen Transport-Case der Marke THON befinden sich zwei professionelle DJ-CD-Player der Marke Pioneer, Typ CD-J 200 und ein Profi-DJ-Mixer, ebenfalls von Pioneer, Typ DJ-M 600.

Warum ausgerechnet Pioneer?
Weil diese Teile einfach alles schlucken und laufen, laufen, laufen...
Jeder halbwegs erfahrene Jock wird Euch das sicher bestätigen!


Die CD-Player und das Mischpult besitzen je einen eigenen Beatcounter und verschiedene digitale Effekte, wie etwa Flanger / Jet, Zip, Delay, Echo,Wah-Wah, welche sich getrennt voneinander auf verschiedene Kanäle legen lassen. Man kann auch Loops einprogrammieren, aber damit hab ich mich noch nicht so sehr beschäftigt. Richtig gut kommt sowas natürlich bei Dance- und House-Music.

Der Mixer hat 4 x 2 Kanäle, darunter einen Sub-Mikrofon-Eingang und einen eigenen Mikrofoneingang, so daß neben den beiden Playern und zwei Mikrofonen immer ein weiterer Kanal für die Gerätschaften der Kunden zur Verfügung steht. Jeder der Kanäle ist über stabile und gleitfreudige Regler getrennt regelbar in Sachen Lautstärke, Gain, Höhen, Mitten und Tiefen, sowie einzeln oder gemischt über den Monitor, resp. Kopfhörer abhörbar. Außerdem zeigt ein großer Pegelmesser an, wie laut jeder einzelne Kanal ist und ob man unter- oder übersteuert. Am Crossfader kann man ausserdem einstellen, wie die Lautstärkenkurve aussehen, oder sich besser gesagt anhören soll.

Die CD-Player spielen ausser normalen und gebrannten CD's auch MP3-CD's ab, was die Arbeit ab und zu ungemein erleichtert. Ausser den oben erwähnten Effekten und dem Beatcounter geht natürlich auch der Pitch, also die Geschwindigkeitsregelung für die Musik, sehr exakt. Hervorzuheben an diesen Playern ist ausserdem der sofortige Start beim Knopfdruck auf die Play-Taste, die sich nicht wie ein Stück Radiergummi anfühlt, sondern spürbar klickt, was nicht bei allen Herstellern der Fall ist. Das auffallend große Jogwheel erinnert nicht von ungefähr an eine Schallplatte - sie ist ein echtes Schmankerl um Titel exakt anzuspielen und die Effekte zu steuern.

Die Geräte speichern außerdem die abgelesenen Daten zwischen, so daß ein Rempler oder ein Stoß nicht gleich zum allseits gefürchteten Springen der CD führt. Ausserdem ist der Frontlader ein Geschenk des Himmels - CD-Schubladen stören doch nur, sind fehleranfällig und laaaaangsam... ;-)

All das ist bereits komplett mit vergoldeten Steckern verkabelt und spart damit jede Menge Zeit beim Aufbau der mobilen Disco. Dazu kommen ein paar kleine, aber feine, teils versteckte Extras, die ich hier auch gerne einmal gesondert aufführen möchte:
  • Ein kabelgebundenes Mikrofon von Shure (Typ PG58), für den Dauerbetrieb, da der DJ direkt am Mixer kein schnurloses Mikro braucht.
  • Zwei weitere schnurlose, rückkopplungsarme Funkmikrofone, ebenfalls von Shure (Typ SHURE PG288E/PG58 R10 Vocal Combo) mit 100 m Reichweite. Außerdem lassen sich hier zehn verschiedene Kanäle / Frequenzen schalten - das hilft ungemein wenn andere DJ's oder Bands in der Nähe auf den selben, freien Frequenzen Ihre Funkmikrofone betreiben...
  • Eine Whirlwind DI-Box, zum Anschluss digitaler Signalquellen, wie etwa Notebook oder MP3-Player. Diese Box gewährleistet die störungsfreie Signalübertragung, egal welches Gerät angeschlossen wird. Mit dabei sind natürlich auch Adapter für die gängigsten Anschlüsse, wie etwa Klinkenstecker oder iPhone- bzw. iPod-Anschluss.
  • Eine schaltbare Mehrfachsteckdose für möglichst wenig Kabelsalat.
  • Eine stufenlos regelbare LED-Schwanenhalslampe, welche mir auch in dunklen Räumen ein problemloses Arbeiten ermöglicht.

Zu den möglichst kurzen Kabeln wurden auch noch weitere lange Kabel und Verlängerungen in das Case gepackt, denn nicht immer kann oder muß man platzsparend aufbauen. Die Übertragung des Tonsignals an die Endstufe läuft absolut unverfälscht und verlustfrei über XLR-Kabel.


Natürlich ist das alles nicht die absolute "Creme de la Creme" der DJ-Technik, aber ich habe schon in vielen Clubs und Discotheken aufgelegt, wo das DJ-Equipment bei weitem nicht so hochwertig, robust und zuverlässig war wie die von mir sorgsam gewählten Komponenten. Nicht umsonst habe ich als hauptberuflicher DJ über 2500,-- Euro in diese meine Schmuckschatulle investiert... leider kann ich sie im Herbst nicht auf die AIDAvita mitnehmen! *schnüff*

Für Fragen und Anregungen bin ich jederzeit offen, liebe DJ-Kollegen - Party on!

Euer Hochzeits- und Party-DJ Dan [;-P
www.rent-a-DJ.net
www.DJ-Muenchen.com

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