Nachdem ich heute (mal wieder) einige Stunden mit dem Download und der Auswertung und Beschriftung diverser Online-MP3-Bemusterungen zu tun hatte muß ich mir endlich mal ein wenig Luft machen...Was soll der ganze Mist eigentlich,
meine lieben Label-Manager? *grummel*
Hört Ihr Euch eigentlich das Zeug an, was Ihr da rausschickt?
Gefällt Euch das Material?
Steht Ihr dazu?
meine lieben Label-Manager? *grummel*
Hört Ihr Euch eigentlich das Zeug an, was Ihr da rausschickt?
Gefällt Euch das Material?
Steht Ihr dazu?
Aber hier mal die ganze Story:
Kaum wird man als Discjockey im Web gefunden, wird man auch schon ungefragt in irgendwelche Bemusterungs-Pools verschiedenster Plattenverlage eingetragen, die man nie bestellt hat.
Gut, man ist Allround-DJ und grundsätzlich aufgeschlossen allem Neuen gegenüber. Generell ist es auch nicht übel kostenlos an aktuelle Titel zu kommen. Aber muß das in dieser Form sein?
Unter den Titeln finden sich (zu meinem Leidwesen) nämlich überwiegend deutsche Tracks, welche mit dem ständig gleichen Fließband-Discofox-Beat aus den Lautsprechern dröhnen - mal schneller, mal langsamer - mal schmalzige Pseudoromantik, mal derbes Mallorca-Gegröhle.
Dazu eine ernsthafte Frage:
Spielt man dieses Zeug ernsthaft in norddeutschen Discos oder am Ballermann?
Bei uns im schönen Bayernland wird man als DJ beim abspielen solcher Titel zuerst vom Lightjockey schräg angeguckt, danach vom Barkeeper mit leeren Red Bull Dosen beworfen, anschließend mit einer noch leereren Tanzfläche belohnt und am Ende des Abends bei der Abrechnung mit dem Geschäftsführer der Disco gefragt, ob man denn unbedingt auf diese grausame Art und Weise kündigen mußte. :-/
Mal im Ernst - von 100 dieser Titel sind im Schnitt grade mal drei (3!!!) spielbar und das meist erst nach der Ballermann-Saison und dann auch erst weit nach Mitternacht, wenn der Alkoholpegel schon merklich Gehör und Gehirn der Gäste beeinflussen...
Auch mit dabei sind zahllose House- und Trance-Tracks, in mindestens drei verschiedenen Versionen pro Titel - und die soll man dann am Besten alle vor Publikum spielen und die Reaktionen schriftlich an den MP3-Pool-Betreiber melden... Geht's eigentlich noch?
Aber uns DJ's geht's da ja noch gut! Lange genug hab ich beim Radio gearbeitet und mitbekommen was dort in den Musikredaktionen Tag für Tag an Tonträgern eintrifft. Dazu kommen dort noch die nervigen Anrufe des Künstlermanagement, doch bitte die Rotation zu erhöhen, da dieser oder jeneer Titel in irgendwelchen lokalen Downloadcharts in die Top 100 eingestiegen ist. Da geht's um jede Menge Geld...
Meine Frage an Euch, liebe Plattenverlage:
Warum sind die MP3-Files nicht zumindest von Anfang an vernünftigt betitelt?
.oO(Noch nie was von MP3-Tags gehört?)
.oO(Noch nie was von MP3-Tags gehört?)
Kleiner Tipp am Rande:
Ladet Euch doch mal diese KOSTENLOSE Software hier runter
Alle Buchstaben groß zu schreiben macht den Song übrigens auch nicht besser...
Immherin schafft Ihr es ja auch den Link des Platten-Labels korrekt einzutragen.
Pfuh - DAS hat mich heut am Meisten genervt... das tat jetzt gut!
Natürlich weiß ich als vernunftbegabter Mensch der ich bin, daß es nur so weiter funktionieren kann mit der kostenlosen Bemusterung. Die Kommunikation zwischen den Plattenverlagen und den Kämpfern an der Front muß stimmen, denn nur wir DJ's sehen die unmittelbare Reaktion des Publikums auf die jeweiligen Titel...
Aber dann bemustert uns bitte auch mit hör-, spiel- und vorallem tanzbarem Material - vernünftig beschriftet! ;-P























